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17. Oktober 2017

Kaum klein zu kriegen

Tepex von LANXESS für Pkw-Triebwerksschutz

  • Deutliche Gewichtseinsparung
  • Wirtschaftliche Materiallösung
  • Große Chancen auch beim Schutz von Batterien für Elektrofahrzeuge

Köln -

In Regionen mit schlechten Straßenverhältnissen ist der Unterboden von Fahrzeugen durch Steinschlag und im Extremfall durch Aufsetzen härtesten Belastungen ausgesetzt. Ein großer deutscher Automobilhersteller stattet deshalb erste Fahrzeuge verschiedener Modellreihen, die in so genannte Schlechtwegeländer geliefert werden, mit einem Triebwerksschutz aus, welcher aus einem besonders robusten thermoplastischen Composite-Aufbau gefertigt ist. Dieser besteht aus dem endlosfaserverstärkten Verbundwerkstoff Tepex dynalite des Spezialchemie-Konzerns LANXESS und einer DLFT-Masse (Direct Long Fibre Thermoplastic). „Der Verbundaufbau ist wegen der hohen Zähigkeit und Zugfestigkeit von Tepex deutlich widerstandsfähiger gegen eine Durchdringung und Schädigung beim Auffahren auf Gegenstände als die bisherigen Materiallösungen“, erklärt Harri Dittmar, Anwendungsentwickler für Tepex. Gleichzeitig resultiert eine deutliche Gewichtsersparnis. So ist der Triebwerksschutz in der Tepex-DLFT-Verbundbauweise gegenüber einem vergleichbaren Bauteil aus Stahl über 60 Prozent leichter. Bei der Substitution von Aluminium lässt sich eine Gewichtsreduktion von bis zu 20 Prozent erreichen.

Einsatz in zahlreichen Fahrzeugmodellen

Hersteller des Triebwerksschutzes ist die GSI Deutschland GmbH, Hörgertshausen. Die Bauteile wurden von der POLYTEC GROUP mit Sitz in Hörsching, Österreich, gemeinsam mit LANXESS entwickelt. Bisher bestanden die Verkleidungen aus einem polypropylenbasierten Verbundaufbau aus einem Glasmatten-verstärkten Thermoplastsystem (GMT) und einem zusätzlich mit Gewebe verstärkten GMT, davor aus Stahlblech.

Kostengünstige Fertigung

Die Herstellung der neuen Verkleidungsteile erfolgt auf Werkzeugen, wie sie zum Beispiel auch für GMT und verwandte Materialien Verwendung finden. Zum Einsatz kommt ein Einleger aus Tepex dynalite 104-RG601 mit einer Wanddicke von einem Millimeter. Er besteht aus einem Glasfasergewebe mit 47 Volumenprozenten an Endlosglasfaser-Rovings und einer Matrix aus Polypropylen. Er wird erhitzt und parallel dazu die notwendige Menge DLFT-Masse, die 5 bis 50 Millimeter lange Glasfasern enthält, extrudiert. Beides wird in ein Presswerkzeug gebracht und verformt. Das Resultat sind Bauteile, die motorseitig – also auf der Seite der Zugbelastung – eine Oberfläche aus Tepex aufweisen. „Unsere Materiallösung ist wirtschaftlicher als die bisherige Verbund-Ausführung, weil sich DLFT als Direktextrudat besonders kostengünstig herstellen lässt und außerdem den überwiegenden Mengenanteil am Bauteil hat“, erläutert Henrik Plaggenborg, Leiter Technisches Marketing & Business Development Tepex Automotive.

Alternative zu Stahl und Aluminium

LANXESS geht davon aus, dass sich Tepex in der Fertigung von Verkleidungen zum Schutz des Fahrzeug-Unterbodens weiter durchsetzt. Denn viele Automobilhersteller produzieren solche Bauteile aus Stahl oder Aluminium, was unter anderem nachteilig in puncto Gewicht ist. In Elektrofahrzeugen werden bisher vor allem vergleichsweise schwere Aluminium-Platten als Schutz unter den Batteriesystemen eingesetzt. „Hier könnte Tepex in Kombination mit DLFT wesentlich leichtere und robustere Bauteile ermöglichen, die darüber hinaus ein besseres akustisches Verhalten zeigen, weil sie geräuschdämmend wirken“, sagt Dittmar.

Tepex mit wachsendem Anwendungsspektrum

Tepex dynalite wird von der LANXESS-Tochtergesellschaft Bond-Laminates GmbH mit Sitz in Brilon entwickelt und produziert. Aus dem Verbundwerkstoff werden nicht nur Unterbodenverkleidungen, sondern auch durch Verformen und Hinterspritzen Sitzlehnen, Modulträger, Batteriekonsolen, Frontend-Komponenten, Bremspedale und Stoßfängerträger produziert. Wegen des wachsenden Einsatzpotenzials von Tepex im Automobil-Leichtbau hat LANXESS eine eigene Projektgruppe eingerichtet. Sie unterstützt Partner weltweit in allen Stufen der Entwicklung von Bauteilen aus Tepex bis hin zum Serienstart.

Detaillierte Informationen zu den Eigenschaften, Anwendungen und Verarbeitungstechnologien von Tepex finden sich unter www.bond-laminates.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
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LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2016 einen Umsatz von 7,7 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 19.200 Mitarbeiter in 25 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 75 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten, Additiven, Spezialchemikalien und Kunststoffen. Mit ARLANXEO, einem Gemeinschaftsunternehmen mit Saudi Aramco, ist LANXESS zudem führender Anbieter für synthetischen Kautschuk. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI World) und FTSE4Good.

Kontakt

Michael Fahrig

Michael Fahrig
Pressesprecher Fachmedien

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