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19. Oktober 2016

„Quality Works“ – Hochwertige Lösungen für die Kunststoffindustrie

LANXESS auf der K 2016, Halle 6, Stand C76/C78

  • Leichtbau im Fokus
  • LANXESS verstärkt Aktivitäten im Bereich E/E
  • Hochleistungswerkstoffe für die Elektromobilität
  • Additive zur Kunststoff- und Kautschukverarbeitung
  • Effektiver Schutz vor Gummialterung
  • Pigmente für die Kunststoffeinfärbung

Köln -

LANXESS präsentiert sich auf der K 2016 in Düsseldorf, der weltweit größten Fachmesse für Kunststoffe und Kautschuke, unter dem Motto „Quality Works“. Vom 19. bis zum 26. Oktober stellt der Spezialchemie-Konzern auf seinem rund 700 Quadratmeter großen Messestand C76/C78 in Halle 6 neueste Materialentwicklungen, Verfahren und Technologien für Hightech-Kunststoffe und Hochleistungsadditive für die Verarbeitung vor. Darüber hinaus werden Farbpigmente und Zwischenprodukte für die Polymerbranche gezeigt. „Das Motto des Messeauftritts steht für das Selbstverständnis von LANXESS, hochwertige Produkte herzustellen, leistungsstarke Antworten auf die Herausforderungen der internationalen Märkte zu liefern und für deren vielschichtige Anforderungen die passenden Kundenlösungen anzubieten“, erklärt Dr. Hubert Fink, Vorstandsmitglied der LANXESS AG.

Umweltschonende Leichtbaulösungen für Automobilindustrie

„Ein Teil der Exponate von LANXESS zeigt die vielfältigen Anwendungsbereiche von Hochleistungskunststoffen für die Mobilität von morgen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf innovativen, ressourcen- und umweltschonenden Leichtbaulösungen. Denn in nahezu allen Bereichen eines Fahrzeugs ist eine Gewichtseinsparung durch Leichtbauwerkstoffe und -technologien möglich. Kunststoffe spielen hierbei eine entscheidende Rolle“, sagt Dr. Michael Zobel, Leiter des Geschäftsbereichs High Performance Materials. Technische Kunststoffe können – abhängig von den Anforderungen an das jeweilige Bauteil – vergleichsweise schwere Metallelemente komplett ersetzen oder zum Beispiel zur Stabilisierung mit anderen Werkstoffen kombiniert werden. So lässt sich das Gewicht einzelner Komponenten verringern, ohne dass physikalische Eigenschaften wie zum Beispiel die mechanische Belastbarkeit darunter leiden.

Als eines von zahlreichen Beispielen für Leichtbauanwendungen stellt LANXESS ein Ölwannenmodul aus Durethan BKV 30 H2.0 (PA 6) für den Porsche 911 Carrera vor. Das hoch komplexe Bauteil erfüllt in puncto Gewichtseinsparung, Funktionsintegration und wirtschaftlicher Fertigung vollständig die spezifischen Anforderungen, die an die neue Motorengeneration gestellt werden.

Robust und leicht: Tepex-Verbundhalbzeuge

Geradezu prädestiniert für Leichtbauanwendungen sind die Faserverbundwerkstoffe der Marke Tepex. Kernbestandteil dieses Hightech-Materials sind moderne thermoplastische Kunststoffe, die – je nach Einsatzgebiet – mit Endlosfasern, zum Beispiel aus Glas oder Carbon, verstärkt werden. Mittlerweile haben sowohl das Material als auch die zugehörigen Verarbeitungstechnologien die Serienreife erreicht. Damit ist Tepex hervorragend für die Massenfertigung – etwa im Automobilbau – geeignet. Auf der Messe zeigt LANXESS als prominentes Beispiel ein Vollkunststoff-Bremspedal, das im Porsche Panamera NF und Bentley Continental GT Verwendung findet. Es ist vor kurzem von der Society of Plastics Engineers (SPE) mit dem ersten Platz beim Automotive Award in der Kategorie „Body Interior“ (Innenausstattung) ausgezeichnet worden.

Des Weiteren lassen sich aus Tepex nahezu unzerstörbare Motorraumverkleidungen sowie Tank- und Tunnelabdeckungen herstellen, wie sie bereits in mehreren Serienfahrzeugen wie etwa dem SUV Bentley Bentayga zum Einsatz kommen.

Mit Hilfe dieses endlosfaserverstärkten, thermoplastischen Verbundwerkstoffs werden auch hochsteife und -feste, dünnwandige Bauteile hergestellt. Beispielsweise kommt ein Gerätehalter mit hoher Funktionsintegration bereits in Serienfahrzeugen zum Einsatz. Zu sehen ist die Herstellung eines solches Prototypen-Bauteils mit optimierter Zykluszeit auf dem Messestand der KraussMaffei Technologies GmbH.

Zur Produktion fertig dekorierter Gehäuseteile mit extrem dünner Wanddicke in einem Prozessschritt haben die LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG und die Bond-Laminates GmbH eine neue Materialkombination und die dafür notwendige Werkzeugtechnologie entwickelt. Ausgangsbasis ist ein thermoplastisches Verbundhalbzeug der Marke Tepex dynalite. Dieses wird im Spritzgießwerkzeug umgeformt, hinterspritzt und mittels eines von KURZ speziell dafür entwickelten In-Mould-Decoration-Integrationsprozesses inline dekoriert. Zum Einsatz kommt dabei ein Transferlacksystem. Die ENGEL AUSTRIA GmbH hat für die neue Materialkombination eine hochautomatisierte, großserientaugliche Fertigungszelle entwickelt. Auf dem Stand von ENGEL ist der neue Fertigungsprozess von KURZ und Bond-Laminates erstmals „live“ zu sehen. Gefertigt wird ein Gehäusebauteil.

Auch Produkte für den Sport wie zum Beispiel Fußball- und Skischuhe, Fahrradkomponenten und Golfschläger profitieren von den deutlichen Gewichtsvorteilen des modernen Leichtbauwerkstoffs Tepex.

E/E-Anwendungen stark im Kommen

Der Einsatz von Thermoplasten in den Anwendungsbereichen Elektrik und Elektronik (E&E) wird künftig weiterhin stark wachsen. Treiber sind Megatrends wie Industrie 4.0, die LED-Lichttechnik sowie die digitale Vernetzung von Haustechnik, Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik. Der Geschäftsbereich High Performance Materials (HPM) von LANXESS – mit den Marken Durethan und Pocan weltweit einer der führenden Anbieter von Compounds auf Basis von Polyamid 6, Polyamid 66 und Polybutylenterephthalat (PBT) – verstärkt deshalb seine Aktivitäten für die E&E-Branche. Eingerichtet wurde das neue Marketing- und Sales-Segment E&E, das die Ressourcen für diese Industrien bündelt und branchenspezifischer ausrichtet.

Thematische Schwerpunkte auf der Produktseite sind unter anderem Thermoplaste mit leichtfließender Schmelze, die die Konstruktion großer, geometrisch komplexer Bauteile mit dünnen Wanddicken erleichtern. Ein Beispiel dafür ist ein Walzenträger für die Küchenmaschine eines Premium-Haushaltsgeräteherstellers. Er besteht aus Pocan C 3230 XF (XtremeFlow). Mit diesem Werkstoff lässt sich das mechanisch hochbelastete Präzisionsbauteil nicht nur filigran konstruieren, sondern zugleich auch sehr verzugsarm und dimensionsstabil fertigen. Weitere Produktneuheiten von HPM umfassen hydrolysestabilisierte PBT-Compounds für die Automobilelektrik und -elektronik sowie wärmeleitende Polyamide.

Hochleistungswerkstoffe für den Bereich Elektromobilität

Die Elektromobilität gewinnt für die Kunststoffindustrie immer mehr an Bedeutung. Im Bereich der Werkstoffe spielen etwa elektrische Materialeigenschaften, Flammschutz, aber auch elektromagnetische Verträglichkeit eine große Rolle. Darüber hinaus sind häufig sehr gute mechanische Eigenschaften der Compounds erforderlich. Daher eignet sich beispielsweise Pocan AF 4110 auf Grund seiner hohen Flammwidrigkeit ganz besonders für den Einsatz in Elektrofahrzeugen. Das italienische Unternehmen Askoll beispielsweise verwendet den Werkstoff bei seinen E-Scootern für das Gehäuse der Batteriezellen. Er substituiert eine bisherige Materiallösung auf Basis eines Polycarbonat+ABS-Blends. Die Auswahl fiel auf dieses Material, weil es neben seiner Verzugsarmut und hohen Flammwidrigkeit die strengen Anforderungen in puncto chemischer Resistenz, Wärmestabilität und Schlagzähigkeit erfüllt. Außerdem lässt es sich in einem sicheren Prozess per Ultraschall schweißen.

Maßgeschneiderte Additive für die Kunststoff- und Kautschukindustrie

Aus seinem reichhaltigen Additivportfolio präsentiert der LANXESS-Geschäftsbereich Rhein Chemie Additives unter anderem seine vordispergierten Cellulosefaser- und Aramidkurzfaser-Masterbatche. Diese bieten Kautschukverarbeitern vielseitige Verstärkungsmöglichkeiten für unterschiedliche Anforderungen und Anwendungen, zum Beispiel Schläuche, Förderbänder und Zahnriemen oder Ultra-High-Performance- und hochbeanspruchte Spezialreifen. Durch die Vordispergierung von verschiedenen Faserpulpen in speziellen Polymermatrizes wird eine gute Einmischbarkeit und eine gleichmäßige Verteilung in der Gummimischung ermöglicht. Erst durch diese homogene Verteilung kann die Faserpulpe ihre volle Wirkung entfalten und somit eine optimale Verstärkungswirkung im Endartikel erzielen.

Die halogenfreien Flammschutzmittel der Marken Disflamoll und Levagard basieren auf Phosphor und entsprechen dem zunehmenden Wunsch nach halogenfreien Technologien. Levagard TP LXS 51114 ist ein emissionsarmes Flammschutzmittel, das sich unter anderem hervorragend für den Einsatz in Polyurethan (PU)-Weichschäumen auf Polyether- und Polyester-Basis – beispielsweise im Automobil-Innenraum – eignet. Das Produkt lässt sich auch als flammschützender Weichmacher in Cellulose-Derivaten, insbesondere in Cellulosetriacetat (CTA), zum Beispiel für die Herstellung von Elektronikgehäusen einsetzen. Der halogenfreie Phosphorsäureester Disflamoll 51092 ist geruchsarm und in vielen Kunststoffen einsetzbar, beispielsweise in Weich-PVC, PU-Weichschäumen, TPU, PC-ABS und NBR-PVC Blends.

Stabaxol P 110, ein Hydrolyse-Stabilisator für Kunststoffe und Polyurethane, ist das erste Produkt einer neuen Reihe innovativer, emissionsarmer polymerer Carbodiimide auf einer neuen Rohstoffbasis. Stabaxol P 110 zeigt hervorragende Leistungen beim Einsatz in PET und PBT sowie in thermoplastischen Elastomeren (TPE-E). Vor allem die Verwendung in dem Biokunststoff Polylactid führt zu einer stark verlängerten Lebensdauer des Endartikels unter feuchten und warmen Bedingungen.

Die organischen Farbstoffe Macrolex Gran werden zur brillanten Einfärbung von amorphen und semikristallinen Kunststoffen wie PS, PET, PC, ABS und PMMA eingesetzt. Dank ihrer Mikrogranulat-Form zeichnen sie sich gegenüber Pulver und Kompaktgranulaten durch herausragende Dispersions- und Verarbeitungseigenschaften sowie sicheres Handling aus. Macrolex Gran ist löslich in organischen Lösemitteln und verleiht dem Endartikel eine hohe Farbintensität und Brillanz sowie eine gute Thermostabilität, Wetterbeständigkeit und Lichtechtheit. Bedeutende Einsatzfelder von Macrolex Gran sind die Einfärbung von Lebensmittelverpackungen wie PET-Flaschen sowie von Kinderspielzeug, da die Farbstoffe auch den hohen Reinheitsanforderungen in diesen Anwendungsgebieten entsprechen.

Kautschukadditive bieten Schutz vor dem Altern

Der allgegenwärtige Werkstoff Gummi kann für dichtende, dämpfende, federnde oder isolierende Artikel vielseitig eingesetzt werden, muss aber entsprechend der jeweiligen Beanspruchung individuell vor Alterung geschützt werden. LANXESS bietet daher ein Spektrum an färbenden und nichtfärbenden Oxidations- und Ozonschutzmitteln für die Kautschukbranche an. Je nach chemischer Struktur wirken sie einem oder mehreren der Alterungsprozesse entgegen. Der Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates ist einer der wenigen Hersteller, der mit seinen Produkten der Marken Vulkanox, Vulkacit, Vulkazon und Renacit für alle Schritte der Gummiherstellung das passende Additiv aus einer Hand anbietet.

LANXESS bringt Farbe in die Polymerwelt

Der Einsatz von eingefärbten Kunststoffen gewinnt nachhaltig an Bedeutung und die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten steigt kontinuierlich. Die Anforderungen an Pigmente für die Kunststoffeinfärbung sind jedoch hoch. Bei kurzen Verweilzeiten und geringen Scherkräften in den Prozessen der Kunden muss eine gute Dispergierbarkeit gewährleistet sein. Die Pigmente müssen leicht verteilbar sein und schnell die Endfarbstärke erreichen, eine hohe Hitzebeständigkeit aufweisen, keine Migration zeigen und eine dem Anwendungszweck entsprechende Licht- und Wetterbeständigkeit haben. Die Eisen- und Chromoxidpigmente der Marke Colortherm des Geschäftsbereichs Inorganic Pigments erfüllen diese Anforderungen umfassend. Zudem ist ihre Verarbeitung einfach und ermöglicht eine hohe Produktivität aufgrund ihrer speziellen Mikronisierung – die fein gemahlenen Pigmente lassen sich dadurch schnell im Kunststoff verteilen. Die umweltfreundlichen und gesundheitlich unbedenklichen Pigmente der Reihe Colortherm sind von der US-amerikanischen Behörde FDA (Food and Drug Administration) auch als Rohstoff für die Einfärbung von Spielzeug und Lebensmittelverpackungen zugelassen.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2015 einen Umsatz von 7,9 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 16.700 Mitarbeiter in 29 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 55 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten und Spezialchemikalien und Kunststoffen. Mit ARLANXEO, einem  Gemeinschaftsunternehmen mit Saudi Aramco, ist LANXESS zudem führender Anbieter für synthetischen Kautschuk. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI World) und FTSE4Good.

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Frank Grodzki

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Leiter Allgemeine Presse und Fachpresse

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Michael Fahrig

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