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28. Juni 2016

Extrem dünne, dekorierte Composite-Bauteile in einem Prozessschritt

Neues Verfahren für endlosfaserverstärkte thermoplastische Verbundwerkstoffe Tepex von LANXESS

  • Separate Lackierung überflüssig
  • Erhöhte Kosteneffizienz durch nacharbeitsfreie Komponenten

Köln -

Die LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG und die Bond-Laminates GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Spezialchemie-Konzerns LANXESS, haben eine neue Materialkombination und die dafür notwendige Werkzeugtechnologie entwickelt, die es erlaubt, fertig dekorierte Gehäuseteile mit extrem dünner Wanddicke in einem Prozessschritt herzustellen. „Ausgegangen wird von einem thermoplastischen Verbundhalbzeug der Marke Tepex dynalite. Dieses wird im Spritzgießwerkzeug umgeformt, hinterspritzt und mittels eines speziell dafür entwickelten In-Mould-Decoration-Integrationsprozesses, einer Weiterentwicklung des KURZ-In-Mould-Verfahrens, inline dekoriert. Zum Einsatz kommt dabei ein Transferlacksystem“, erläutert Andy Dentel, Projektleiter bei Bond-Laminates. Die ENGEL AUSTRIA GmbH, Schwertberg, hat für die neue Materialkombination eine hochautomatisierte, großserientaugliche Fertigungszelle entwickelt. Mit ihr wird auf dem Stand von Engel während der K 2016 in Düsseldorf „live“ der neue Fertigungsprozess von Kurz und Bond-Laminates erstmals zu sehen sein. Gefertigt wird ein Gehäusebauteil, das beide Firmen auch vor Ort ausstellen werden.

Hohe Festigkeit und Steifigkeit

Die eingesetzte Materialvariante Tepex dynalite ist mit Endlosfasern verstärkt, die luftblasenfrei in eine thermoplastische Matrix eingebettet sind. Dentel: „Stärke unseres Verbundwerkstoffs ist seine sehr hohe Festigkeit und Steifigkeit bei gleichzeitig guter Zähigkeit. Erst dadurch ist es möglich, die Wanddicken stark zu reduzieren, ohne dass es zu Einbußen bei der mechanischen Belastbarkeit der dekorierten Bauteile kommt.“ Weil die Beschichtung des Bauteils mit einer von KURZ entwickelten Trockenlacktechnologie direkt im Spritzgießwerkzeug erfolgt, entfällt ein zusätzlicher Prozessschritt zur Lackierung der Bauteile. Daraus ergeben sich große Einsparungen in puncto Kosten, Logistik, Energieverbrauch und Ressourcen. „So muss weder in eine Lackierstraße investiert werden, noch müssen separat spritzgegossene Teile gelagert, transportiert, gereinigt und für die Lackierung vorbehandelt werden. Dies bedeutet, dass gerade die vielen Arbeitsschritte, welche beim Lackieren von Composit-Bauteilen notwendig sind, entfallen, weil sie durch die In-Mould-Decoration-Technik in den Herstellprozess integriert sind. Außerdem entstehen keine Lackverluste durch Overspray“, so Dentel weiter.

Einsparungen durch Funktionsintegration

Weitere Kostensenkungen lassen sich durch die Integration von Funktionen per Spritzguss erzielen. So ist etwa an das Demonstratorbauteil ein umlaufender Rahmen aus kurzglasfaserverstärktem Kunststoff angespritzt. Darüber hinaus sind Schnapphaken und Schraubdome integriert. 

Detaillierte Informationen zu den Eigenschaften, Anwendungen und Verarbeitungstechnologien von Tepex finden sich unter www.bond-laminates.com.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2015 einen Umsatz von 7,9 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 16.600 Mitarbeiter in 29 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 52 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten und Spezialchemikalien und Kunststoffen. Mit ARLANXEO, einem Gemeinschaftsunternehmen mit Saudi Aramco, ist LANXESS zudem führender Anbieter für synthetischen Kautschuk. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI World) und FTSE4Good.

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Michael Fahrig

Michael Fahrig
Pressesprecher Fachmedien

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